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Pfotennews - Botoxversuche und kein Ende

Bibi - 22.07.2010, 13:08
Titel: Botoxversuche und kein Ende
Botoxversuche und kein Ende
600.000 Mäuse sind jährlich Opfer eines Schönheitswahns


Botox ist der Handelsname für das Nervengift Botulinumtoxin. Es gilt als das stärkste bekannte Gift überhaupt und ist nach Viagra das am meisten verkaufte Medikament. Knapp die Hälfte der gesamten Botoxproduktion wird im kosmetischen Sektor zum Beispiel zur Faltenunterspritzung eingesetzt. So erscheinen Gesichtsfalten durch Lähmung der Muskeln für ein paar Wochen wie weggespritzt. Da die Nerven sich jedoch wieder neu bilden und die Falten damit wieder auftauchen, ist das Geschäft mit Botox eine Dauer-Goldgrube.

Was den Wenigsten bekannt sein dürfte: Wegen seiner Gefährlichkeit wird jede Botoxeinheit getestet. Jahr für Jahr sterben nach wie vor mehr als 600.000 Mäuse weltweit für diese Botoxversuche einen qualvollen Erstickungstod. Das teilte die Vereinigung "Tierärzte gegen Tierversuche e.V." jetzt mit. Da es nach Angaben der Vereinigung ausreichend Alternativmethoden gäbe, seien die Botoxversuche ein Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht.

Tierversuche für Kosmetikprodukte sind verboten. Da Botox auch für medizinische Zwecke eingesetzt wird, wird das Verbot der Tierversuche so geschickt umgangen. Jede Produktionseinheit Botox wird in sogenannten LD50-Tierversuchen (LD50 = Letale Dosis für 50 Prozent der Tiere) getestet. In diesen Tests wird die Dosis ermittelt, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Jede Produktionseinheit muss an mindestens 100 Tieren getestet werden.

"Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Tiere den Preis für dieses zweifelhafte Schönheitsideal zahlen. Der Leidensweg beginnt mit Lähmungserscheinungen und endet im Erstickungstod", so die Vereinigung Tierärzte gegen Tierversuche. Die tierversuchsfreien Methoden müssen validiert, also auf ihre Zuverlässigkeit überprüft werden. Diese Überprüfung obliegt den Herstellern von Botulinumtoxin. "Es darf bezweifelt werden, dass die Hersteller überhaupt ein Interesse an den Alternativmethoden haben, solange sie auf Tierversuche zurückgreifen können", so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.


© Copyright TASSO e.V.
mmaus2812 - 22.07.2010, 13:46
Titel:
Das wollen die feinen Herrschaften sowieso nicht hören, nicht lesen und schon gar nicht wissen. Das ist für die feinen Leute ja soooooo weit weg und wenn sie es nicht konsumieren, machen es eben Andere. So denken diese Menschen.
Die Patentante meiner Tochter hat Biologie und Chemie studiert. Sie hat ihren Doktor-und ihren Professorentitel. Die arbeitet für das Max-Planck-Institut. Als sie noch in Freiburg gearbeitet hat, hat sie Valerie mal in den Ferien zu sich eingeladen. Wir haben Valerie dann zu ihr auf die Arbeit gebracht. Sie hat uns durch das Labor geführt und uns ihre Arbeit erklärt. Die waren damit beschäftigt im Rahmen eines Forschungsprojektes einen Impfstoff zu entwickeln. So ein Projekt dauert mehrere Jahre. Dafür sterben Millionen von Mäusen. Valerie hat sie dann gefragt, ob sie denn kein Mitleid mit den Mäusen hat. Sie sagte nein, nach einer gewissen Zeit sieht man die nur noch als beißende, pinkelnde Plagegeister. Die haben da täglich Mäuse mit Wirkstoffen gespritzt, wo sie dann genau wussten, die sind dann in wenigen Stunden tot. Das wäre kein Job für mich. Wir sind zwar alle auf Impfstoffe angewiesen, aber man darf sicherlich wirklich nicht darüber nachdenken.


LG
Monika
Gaby - 22.07.2010, 14:40
Titel:
Juhuu,


ich stehe zu meinen Falten. Sowas kommt mir nicht ins Gesicht.


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